Inklusionsdidaktische Lehrbausteine
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Inklusionsdidaktisches Netz als Planungsinstrument inklusiven Unterrichts

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Grundschullehrerinnen und -lehrer standen schon immer vor der besonders großen Herausforderung, Unterricht für sehr heterogene Klassen zu planen und zu gestalten. In einem inklusionsorientierten Unterricht wird diesses Herausforderungsniveau nochmals gesteigert.
Die Lehrkräfte der allgemeinen Schule können qua Ausbildung kaum über sonderpädagogische Kompetenzen verfügen, sonderpädagogisch ausgebildete Lehrkräfte wiederum sind jeweils auf einige wenige Fachrichtungen spezialisiert.
Um Lehrkräfte bei der Planung und Gestaltung von Unterricht in inklusiven Settings zu unterstützen, wurde das Planungsmodell der inklusionsdidaktischen Netze entwickelt (vgl. Kahlert/Heimlich 2012).

Das Arbeitsmodell "inklusionsdidaktische Netze" konzentriert sich auf drei Reflexionsebenen:

  1. Analyse der didaktischen Umsetzungsmöglichkeiten eines elementarisierten Unterrichtsgegenstandes: der Inhalt wird aus dem Blickwinkel der Fachperspektiven entfaltet.
  2. Die weitergehende Analyse konzentriert sich auf die Frage der Entwicklungsbereiche: welche sensomotorischen, kommunikativen, emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklungsmöglichkeiten bietet der Unterrichtsinhalt?
  3. Im dritten Schritt werden die fachlichen und entwicklungsorientierten Anregungen für die jeweilige Lerngruppe bzw. das jeweilige Kind sinnvoll ausgewählt.

Literaturangabe: Kahlert,J, Heimlich,U. (2012). Inklusionsdidaktische Netze - Konturen eines Unterrichts für alle (dargestellt am Beispiel des Sachunterrichts),. In U. Heimlich, Kahlert, J. (Hrsg.), Inklusion in Schule und Unterricht. Wege zur Bildung für alle (S. 153 - 190). Stuttgart: Kohlhammer.